Frühlingsanfang 2014

2014-03-20 23:59 von curie_ce

18 Stunden volle Power.
Das Wetter verausgabt sich genauso wie ich.
Am Ende des Tages kann ich ein Fazit ziehen.

Ich habe eine Liste mit Plus und Minus. Wenn ich die nicht hätte, würde ich sagen, es war ein Tag, nach dem ich so richtig am Boden zerstört bin. Aber die Anzahl der Pluspunkte überwiegt. Also stecke ich den Tiefschlag ein, der mich umgehauen hat, steh auf und schau, wo die nächste Herausforderung auf mich wartet.

Und so ganz nebenbei erinner ich mich an die Vielzahl der Pluspunkte:

  • ein wunderbares Feedback einer Kollegin, das mich abwechselnd zu Tränen gerührt und vor Stolz hat ganz rot werden lassen (nur gut, dass mich keiner dabei beobachtet hat)
  • ein erfolgreicher Arbeitstag, nach dem ich sagen konnte: „ich hab alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte“, mit dem Ergebnis, dass ich wieder Ordnung in meinen Projekten hab
  • Zufriedenheit nach einer Vorlesung, in der ich viel von dem vermitteln konnte, was ich kann und weiß und was auch angekommen ist
  • ein wunderbarer Abend mit Freunden, Tränen gelacht, Muskelkater für die Bauchmuskeln geholt, alte bekannte getroffen und freudig begrüßt und sehr aufgeräumt nach Hause gefahren

Da wird der Knock Out fast nebensächlich. Jetzt muss ich mich persönlich mal wieder sortieren und schauen, wo es hingeht. Meine komplette Planung für die nächste Zeit ist über den Haufen geschmissen. Flexibilität ist gefragt und Kreativität auch. Nicht unbedingt das, was ich wirklich aus dem ff beherrsche.

Aber: wie sagt Casper so schön: „Der Sinn des Lebens ist Leben“. Das tu ich – aus vollen Zügen. Und gern.
Her mit den Steinen für die nächste Treppe…

Ach ja, der Frühlingsanfang war ein voller Erfolg. 20 Grad bei leuchtendem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Wenn das ganze Jahr so wird, ist es ein Fest.

Nachtrag: noch ein positives Erlebnis – Frauen.Macht.Technik:

Frauen.Macht.Technik - Ausstellung in Wolfsburg zum Frauentag 2014

Frauen.Macht.Technik – Ausstellung in Wolfsburg zum Frauentag 2014

Frühling

2014-02-10 14:03 von curie_ce

Es ist Mitte Februar und ich habe das Gefühl, es ist schon Mitte März.

Das Wochenende hat gelockt mit Sonne und vielen Vogelstimmen, die Straßen waren durch den Regen vom Salz befreit und ich habe meine kleine Schwarze aus der Garage geschoben. Die Verlockung war so groß. Die Vernunft war größer.

Pflichterfüllung und das Einlösen von Versprechen hat mich daran gehindert, diese Freiheit mal wieder zu genießen. Dabei ist mir so aufgegangen, dass ich jetzt auch nicht mehr Zeit habe als vorher. Das Leben ist irgendwie chaotisch. Ich setze mir selbst Grenzen, die ich gar nicht brauche. Behindere mich und wundere mich dann, warum nix vorwärts geht.

Aber zuviel Planen will ich auch nicht. Mal alle Grade sein lassen können und dürfen ist auch etwas, was ich sehr genieße. Warum hat man dann hinterher immer ein schlechtes Gewissen ?

Meine ToDo-Listen werden immer länger 🙁

Ich bin wohl wieder im Alltag angekommen.

Geschafft

2014-02-01 20:02 von curie_ce

Ich bin oben 🙂
Habe die Treppe bezwungen.

731 Stufen – 731 Tage.

Oben haben mich meine besten Freunde empfangen. Völlig unerwartet, dafür umso überraschender.
Ich habe wohl einen ganzen Abend lang das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekommen.

Ich bin zu Hause. Jetzt kann die nächste Treppe kommen.

Countdown-2

2014-01-28 07:24 von curie_ce

Noch 4 Tage.
Mit einer so ganz typischen Woche von Stadt zu Stadt.
Noch 4 Tage.
Der Countdown läuft.

CountDown

2014-01-24 19:13 von curie_ce

… noch 7 Tage …

Das wird eine volle Woche. Wohl kaum eine Stunde zum Nachdenken. Wolfsburg, Sindelfingen, Ingolstadt, Wolfsburg, Fulda. Da kommt keine Langeweile auf 🙂

… also noch 7 Tage …

Ich freu mich drauf.

30 Tage

2014-01-03 13:21 von curie_ce

Nicht einmal mehr 30 Tage sind von der langen Zeit, die am Anfang so gar kein Ende nehmen wollte, inzwischen noch übrig geblieben.

Ich bin gestartet vor einem unüberschaubaren Berg, einer Menge an Stufen, deren Ende ich nicht erkennen konnte. Und jetzt hat die Treppe noch 28 Stufen. Auch diese Stufen können nur Step-by-Step genommen werden, aber die letzte Stufe versteckt sich nicht mehr in der Ferne der Zeit.

Wenn ich zurückschaue, stehen auf der Treppe ganz viele Menschen, denen ich begenet bin. Menschen, die Freunde gworden sind und mich begleiten, Menschen, die mir Mut zugesprochen haben und mich an manchen Stufen auch geschubst haben, damit ich den Fuß vor den anderen setze. Menschen, die mit mir Stufen gezählt haben und mir an manchen Tagen bewusst gemacht haben, was da schon hinter und was noch vor mir liegt.
Wenn ich zurück schaue, stehen auch viele Dinge auf der Treppe, Erinnerungen, Projekte, viel Papier, aber auch Bilder, ein Motorrad, Rosen von meinem Liebsten, Musik, Umzugswagen, Kalender, Flugtickets nach Irland, …

Ich werde die letzten 28 Stufen mit viel Spannung nehmen. Anspannung sicher auch, mit viel Hoffnung auf das, was dann als Nächstes kommt. Freude auf eine entspanntere Zeit und Vorfreude auf die neuen Aufgaben und Projekte, die sich anbahnen.

Ich bin dankbar für die Zeit, die hinter mir liegt. Und dankbar für die Zeit, auf die ich mich jetzt freuen darf.

731 Tage – 703 Tage = 28 Tage

Positives

2013-12-22 10:16 von curie_ce

„Sie sind aber eine wendige Frau“
„Wieso ?“
„Naja, Sie machen alles noch selbst und es ist alles sie gut gemacht.“

Ich bin erstaunt und natürlich freue ich mich über so eine Aussage. Manchmal weiß man diese kleinen Dinge gar nicht mehr zu schätzen. Ich habe in den letzten 2 Jahren gelernt, mich darüber zu freuen, es zu genießen, es anzunehmen. Sonst ist man ja immer geneigt, es selbst als nicht so wirklich toll anzusehen – es wird so sehr selbstverständlich, dass man sich selbst damit klein macht.

Dieses Lob und die frohe Stimmung daraus steht am Ende eines Kapitels, das nun abgeschlossen ist. Kein leidiges Kapitel, aber anstrengend, manchmal frustrierend, einsam. Aber oft auch motivierend.

Stärke und Selbstbewusstsein, Mut und Überzeugung. Vier Worte, die das beschreiben, was ich an mir entdeckt habe. Dass ich es habe, ist mir oft gesagt worden, aber daran glauben konnte ich noch nicht so recht. Jetzt weiß ich es und handle auch danach. Mancher meint jetzt, ich bin schwieriger geworden. Stimmt, ich sage jetzt „Nein“, wenn ich „Nein“ meine.

Ingolstadt wird mich in Zukunft nur noch als Gast sehen, nicht mehr als Bewohner. Es war eine spannende Zeit, ich lasse Freunde da. Aber sie sind wichtige und gute Gründe, immer wieder dort hinzufahren. Das Altmühltal werde ich vermissen. Immer wenn ich konnte, habe ich die Gegend sehr genossen, mich auf den kurvigen Straßen herumgetrieben, versteckte Ecken erwandert, Burgen und Schlösser besucht und für mich entdeckt. Auch hier werde ich nicht zum letzten Mal gewesen sein.

Schöne Tage, lange Tage, gesellige Abende, ich werde es vermissen und trotzdem bin ich froh, Tschüß gesagt zu haben.

Nun sind es noch 41 Tage.

Weihnachtsmarkt

2013-12-11 22:53 von curie_ce

Es duftet nach Zimt und Nelken, Zucker und Wein. Die Hütten drängen sich auf den Plätzen und in den Gassen, die Menschen dazwischen hüllen sich in Schals und Mützen, pusten in ihre heißen Becher und haben oft rote Wangen.
Die Stimmung ist sehr gelöst, die meisten Menschen, die mir begegnen, lächeln mich an, scherzen, lachen. Ich lasse mich anstecken und genieße diesen wunderschönen Abend.
pflaumentoffel
Das Flair des Mittelalters (oder was wir darunter verstehen) liegt über dem ganzen Markt. Im Badezuber sitzen Spaßvögel, das Fleisch im Brötchen tropft und duftet, die Töpfer aus Sachsen schenken Pflaumentoffelwein aus (schade, dass es keine Pflaumentoffel gibt, so musste ich meinem Begleiter wortreich erklären, was es ist: –> Pflaumentoffel).

Ich bekomme Sehnsucht nach meiner Heimat. Weihnachtsmarkt in Esslingen ist eben doch nicht der Striezelmarkt.

 

Noch 51 Tage……….

Zweisamkeit und Kinderzeit

2013-10-21 21:39 von curie_ce

Es war für mich erstaunlich, wie sehr früheste Kindheitserinnerungen geweckt werden können, nur durch Ortsnamen, Gebäude, Straßen.

Gerd behält unser Ziel bis zum Schluß für sich. Anfahrt mit Hindernissen, das Navi hat nicht immer Recht. Aber mit vereinten Kräften und immer noch ganz entspannt kommen wir genau dahin, wo das Wochenende auf uns wartet.

Ich bin sehr angetan, ein schönes Zimmer, eine wunderschöne Gegend, See im Herbst und das Wetter liebt uns. Der erste Abend klingt bei einem schönen Abendessen aus, der Wein schmeckt und die Rosen auf dem Tisch sind wunderbar.

Der nächste Tag empfängt uns mit Sonne, frischen Brötchen, viel Lust auf Entdeckungen und guter Laune. Feriendorf Mirow und alles was drumrum ist – wir kommen.

Hochzeitstag in Mirow

Wir fahren nach Mirow in den Schloßpark, besuchen die Liebesinsel, schauen uns die Kirche an und genießen eine der Prinzessinnen-Leckereien im Schloßmuseum.

Der Herbst leuchtet überall und die roten Beeren schmücken viele der Bäume an den Seen ringsum. Die Sonne läßt ihre Strahlen über die ganze Pracht gleiten und ich kann mich auf diese wunderbare Zeit einlassen. Luft holen, Atmen, ganz tief und ruhig, über die Wiese rennen und Kastanien sammeln. Kindheitserinnerungen.

Nachmittags gibt es dann Entspannungsprogramm pur. Der Whirlpool weckt Verlangen nach einem solchen im eigenen Bad. Fallen lassen, Wärme genießen. Zeit vergessen. Bis zum Abend vergessen, dass es irgendetwas gibt, was uns berühren könnte. Zweisamkeit. In der Nacht wünsche ich mir, dass diese Ruhe nie aufhört. Es ist wie ein Traum, der nie enden soll.

Sonntag müssen wir wieder heim. Nun spielen wir Touristen:

Neustrelitz gibt der Strelitzie ihren Namen. Das wusste ich bisher noch nicht. Wikipedia sagt dazu:

Die Pflanzengattung Strelitzia gehört zur Familie der Strelitziengewächse (Strelitziaceae). Im Jahre 1773 erhielt der Leiter des Botanischen Gartens von London Joseph Banks Exemplare einer Art. Daraufhin wurde sie zu Ehren der britischen Königin Charlotte, einer geborenen Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz und Gemahlin Königs Georg III., benannt. Diese Gattung umfasst etwa fünf Arten, die im südlichen Afrika vorkommen.

Dann fahren wir noch nach Rheinsberg. Theodor Fontane spielt heute mal keine Rolle bei uns, ich erobere die Töpferei (und meine Beute ist unser neues Frühstückgeschirr) und wir finden in der kleinen Einkaufspassage Lauschaer Glas – Weihnachten wirft schon die Schatten voraus und wir kaufen eine Weihnachtsbaumspitze und einige Kugeln für den diesjährigen Baum.
Auf dem Heimweg nach Wolfsburg machen wir noch einen Stop in Tangermünde. Dort ist Töpfermarkt, leider schon im Abbau begriffen, so dass das Schlendern nicht mehr so wirklich zum Ziel führt.
Dafür finden wir eine tolle Location für ein rustikales Abendessen – die alte Schule in einem wirklich einzigartigem Flair. Findet man auch im Internet unter http://www.exempel-gaststuben.de/exempel

Das Wochenende war wunderbar und gibt mir viel Kraft für die nächsten Wochen. Und es war ein wunderbarer 3. Hochzeitstag.

Herbst

2013-09-29 19:53 von curie_ce

Die Tage werden kürzer, die Zeit wird kürzer.

Ich sehe, wie der Nebel sich in den Spinnweben in den Hecken fängt. Frühmorgens ist es bitter kalt, sobald die Sonne über den Dächern erscheint, fangen die die Tropfen wie Kristalle an zu glitzern.

Herbstmorgen

Es ist, als möchte sich diese Zeit von mir verabschieden mit vielen Schönheiten, mit vielen Bildern, mit dunklem Licht und hellen Strahlen.

Noch 4 Monate. Die kältesten des Jahres.